Habe bis um zehn Uhr geschlafen. Da heute kein Feiertag ist, steht sight-seeing auf dem Programm! Allerdings habe ich keine Ahnung, was ma nhier so besonderes anschauen koennte. In der Lobby treffe ich den Rezeptionist. Er begruesst mich freundlich und fragte was ich heute vor habe???? Sein Name ist Mohammed. Wir unterhalten uns eine Stunde lang und er bestellt mir Kaffee (den bringt eine Art Laufbursche. Es gibt auch in einem Hostel klare Hierarchien!), bringt mir Postkarten und einen Touristenguide. Gegen zwoelf Uhr erreiche ich die City von Doha. Tote Hose. Alles wie gestern und vorgestern. Von zwoelf bis drei Uhr ist hier Mittagspause. Zurecht! Der Einzige Idiot, der bei dieser Affenhitze rumrennt bin ich! An der Strandpromenade ist es ganz angenehm. Ich hab mich mit kuehlen Gertraenken eingedeckt! Eine eiskalte Dose Coke fuer 1 Ryial = 20 Cent! Herrlich! Die Hafenrundfahrt fuer 60 Ryial haette ich mir allerdings schenken koennen. Spaeter erkunde ich in die Welt der traditionellen Maerkte von Doha. Allerdings ist das wenig beeindruckend. Doha ist schon zu sehr westlich und modern gepraegt. Ich hatte einen grossen Basar in Istanbul mit engen Gassen, viel Gedraenge und einer Vielfalt an Angeboten erlebt. Davon war hier wenig zu spueren. Zu essen gab es wieder einen Burger. Ich bin den Rest von Tag durch die Stadt geschlendert und hab mir Fruechte fuers Abendessen und zwei Buecher gekauft ( "A view from the Bridge" und "The great Gatsby") . Um sechs Uhr geht hier die Sonne unter. Und anscheinend auch die Zahl der Taxis. War es tagsueber kein Problem an jeder Ecke ein Taxi zu finden, so war es jetzt schon schwieriger. Zumal die Taxis stadtauswaerts meistens schon besetzt waren. Nach knapp einer dreiviertel Stunde hatte ich dann eins! JUHU! Siegessicher stieg ich ein und praesentierte dem Fahrer die Visitenkarte des Hostels. Die Reaktion war niederschmetternd: "Hoschtel? Jus hoschtel?" Lakta? I don't know this place!" Ich hatte aus meinen Fehlern gelernt und bat ihn niedergeschlagen mich direkt zum nahegelegenen Flughafen zu fahren. Die dohanischen Taxifahrer haben gewonnen!
Ab dem Flughafen war dann alles wieder kein Problem. Es waren zwar weniger Fahrer da als sonst, aber einer kannte das Viertel Al-Lakta und mittlerweile kannte ich mich dort so gut aus, dass wir das Hostel fanden!
Spaeter am Abend hab ich mich noch drei Stunden lang mit Mohammed unterhalten. Eigentlich ist er ein netter Kerl. Wir haben ueber Katar, Arabien, die islamische Kultur, Deutschland und Aegypten geredet. Er war letztes Jahr fuer einen Monat in Heidelberg. War ein netter Abend.
Er hat uns staendig neue Getraenke bringen lassen. Den neuangekommenen Asiaten hat er kaum beachtet. So aehnlich wie mich am ersten Abend.
Jugendherberge heisst auf arabisch "jamit buot al shapap". Ich will nie wieder das Wort "hoschtel" hoeren!
Fazit des Tages:
Der Araber an sich braucht ein paar Tage um fremde Menschen zyu akzeptieren. In der Stadt wurde ich anfangs auch oft mit unfreundlichen Blicken konfrontiert, wenn ich in einen Laden kam. Aber nache "Merhpa" und "shogran" haben sie dann auch gelaechelt. Wahrscheinlich, weil ich es falsch ausgesprochen hatte.
Aus der Tageszeitung habe ich erfahren, dass das indische Team die Regatta gewonnen hat (Hab nur das Bild mit den Indern und dem Pokal gesehen). Geruechten zufolge sollen sie die Siegpraemie von 400 Ryial noch am selben Abend in Form von Mangoshakes im Imbiss gegenueber versoffen haben.
"Salam" heisst "Tschuess"
"Hand llah" heisst "mir geht es gut"