Leute, Leute, Leute!!! Ich werd verrueckt! Ankunft Doha International Airport 6 Uhr morgens Ortszeit: 25 GRAD!!! Da hat man doch schon keinen Bock mehr auf den Rest vom Tag, oder??? Naja, erstmal in die Cafeteria und ein paar Basics arabisch lernen...
Dann begann etwas, was mir noch lange schlaflose Naechte bereiten wird. Ich ging zum Taxistand!
Schlauerweise hatte ich mir die Adresse meines Hostels aufgeschrieben. Kaum war ich am Taxistand, umringte mich eine Traube von Fahrern. "Do you know this place? Youth hostel, Al-Lakta (so heisst der Stadtteil), Makka Street!"
Die Fahrer rissen mir den Zettel mit der Adresse aus der Hand und berieten sich. Ich hoerte nur: " Hoschtel?? Hoschtel?? Lakta?? Lakta??... Ah! JUS HOSCHTEL! LAKTA! Sie deuteten auf ein Taxi. Die Fahrt zum hostel dauerte etwa 25 Minuten und verlief ereignislos. Es sollte eine der wenigen sein...
Bei der Fahrt durch Doha wurde schnell klar. Dieses Land ist reich! Ueberall Prachtbauten, Luxushotels, gepflegte Parkanlagen usw. Die Stadt ist "autogerecht" angelegt. Unter sechsspurig geht da gar nix. Riesige Kreisel und wenn es mal eine Kreuzung mit Ampel gibt, dann treffen da jeweils neun Spuren aufeinander. Drei fuer eine Richtung, drei fuer die andere und drei fuer Linksabbieger!
Im Hostel angekommen dauerte es eine halbe Stunde, bis jemand kam, damit ich einchecken konnte. Besonders erfreut schien er darueber nicht zu sein... Wortkarg und mit einem Minimum an Hoeflichkeit zeigte er mir mein Zimmer. Ein Doppelzimmer, dass ich alleine bewohnen konnte. Er wies mich darauf hin, dass vier andere Deutsche hier sind! So nebenbei.
Im Hostel angekommen dauerte es eine halbe Stunde, bis jemand kam, damit ich einchecken konnte. Besonders erfreut schien er darueber nicht zu sein... Wortkarg und mit einem Minimum an Hoeflichkeit zeigte er mir mein Zimmer. Ein Doppelzimmer, dass ich alleine bewohnen konnte. Er wies mich darauf hin, dass vier andere Deutsche hier sind! So nebenbei.
Die Deutschen kommen aus Hamburg und nehmen hier an einer Segelregatta teil. Andere Teams waren auch hier untergebracht. Ich hab mich kurz mit den Jungs unterhalten, sie mussten aber dann los. Heute war Halbfinaltag.
Im Imbiss gegenueber habe ich dann das indische Team kennengelernt, die mich auch direkt auf einen Mangoshake eingeladen haben und mich im Bus mit zum Hafen nahmen. Dort angekommen wuenschte ich allen Teams nochmal viel Erfolg und hatte mir fest vorgenommen die erste Segelregatta meines Lebens zu schauen. So weit kam es aber nicht. Segeln find ich sowieso doof und die Vorbereitungen der Boote dauerte ueber eine Stunde. Zu lange fuer mich. Kurz vor dem Start habe ich die Entscheidung getroffen mir die City von Doah naeher anzuschauen.
Ich wurde enttaeuscht. Leere Strassen, geschlossene Geschaefte, wenige Menschen... Ich bin dann ziellos durch die Strassen gewandert. Ein Taxifahrer hat mir dann erklaert, dass in islamischen Laendern der Freitag un der Samstag Feiertage sind.
A propos Taxifahrer: Ich rein in sein Taxi: "Youth hostel, Al-Lakta, Makka Street!". Er nur: "Hoschtel? Hoschtel? Lakta? Lakta? Da ich den Weg ja schon mal gefahren war, deutete ich ihm an inefach loszufahren, ich kenne den Weg. Das ging natuerlich gruendlich in die Hose! Total verfahren. Dann hab ich ihm die Telefonnummer des Hostels gegeben, damit er anruft und sich den Weg erklaeren laesst. Wollte er nicht. Die haben im Wagen keine Sprechanlage oder Verbindnug zur Zentrale, sondern nur private Handy's. Mein Vorschlag mich zu einem oeffentlichen Telefon zu bringen wurde abgelehnt. Da -ACHTUNG-Freitags um ein Uhr Mittag alle oeffentlichen Telefone abgeschaltet werden! Logisch: Feiertag!!
Letzte Loesung: Ich bat ihn mich zum Flughafen zu fahren. Der liegt direkt neben der City und dort weiss bestimmt jemand wo mein Hostel ist...
Gesagt, getan. Am Flughafen die gewohnten Reaktionen: "Hoschtel? Hoschtel? Lakta? Lakta?" Einer dann: "Ah! Jus hoschtel! Lakta!" Dann lief wieder alles nach Plan. Im Hostel angekommen ging ich aufgrund des wenigen Schlafes im Flugzeug und der drueckenden Hitze frueh ins Bett. Das Brummen der Klimaanlage begleitete mich in den Schlaf. Nachts wachte ich auf. Es war eiskalt.
Fazit des Tages:
"Merhpa" heisst "Hallo"
"Shogran" heisst "Danke"
Ein Spinnacker ist ein kleines Vorsegel.
Segelbootrennen ueben keine Faszination auf mich aus.
5 Ryial entsprechen etwa einem Euro.
1 Kommentar:
Ah herrlich. Das klingt nach Spass! Hoschtel... HOSCHTEL Musste wirklich laut lachen :-)
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